Was ist Fingerfood?

Catering, die ohne Besteck und stattdessen mit der Hand verzehrt werden, bezeichnet man, dank einer englischen Wortschöpfung, heutzutage auch in Deutschland als Fingerfood. Die Schreibweise variiert dabei zwischen Finger Food, Fingerfood und Finger-Food. Dabei können die unterschiedlichsten Gerichte wie Appetithäppchen, aber auch Sandwiches als Fingerfood bezeichnet werden. Im Allgemeinen werden heute im west-europäischen Kulturraum Attribute wie klein und handlich mit diesem Schlagwort assoziiert.

Es ist durchaus interessant, dass es aktuell in vielen westlichen Ländern diese kulinarische und gesellschaftliche Rückentwicklung zum Essen mit den Fingern gibt, denn tatsächlich haben sich einige Esswerkzeuge, wie die Gabel, überhaupt erst im 19. Jahrhundert im bürgerlichen Europa etabliert. Da das Wort Fingerfood sehr weit interpretiert werden kann, umfasst die Bezeichnung sowohl einfache und bodenständigen Party-Snacks wie Mini-Buletten als auch ausgefallene Kreationen der Haute Cuisine wie Hors­d'œu­v­re oder als Süßspeise die Petits Fours.

Zu welchen Anlässen passt Fingerfood?

Da mitunter die unterschiedlichsten Speisen und Gerichte als Fingerfood-Variante angeboten werden, gibt es fast keinen Anlass, zu dem es unpassend wäre, seinen Gästen Fingerfood zu servieren. Eine Ausnahme bilden vielleicht besonders förmliche Mahlzeiten, die ausschließlich an der weiß gedeckten Tafel mit Silberbesteck eingenommen werden. Zu diesen Anlässen wird zu jedem Gang das passende Besteck gereicht und eher darauf verzichtet, dass Gäste die Gerichte mit den Händen berühren müssen, nicht zuletzt um Flecken auf Tischdecken und formeller Kleidung zu vermeiden. Ansonsten eignen sich insbesondere Stehempfänge, Buffets, Partys aber auch ein Meeting im Büro hervorragend als Anlässe für Fingerfood Catering. Fingerfood wird auch immer öfter in Form eines Flying Buffets gereicht.

In dynamischen Situationen erleichtern die Mikro-Gerichte sogar den nahtlosen Übergang von Kommunikation und Essen, weil die Gäste nicht noch zusätzlich mit Besteck und unterschiedlichen Tellern jonglieren müssen und sich stattdessen besser auf ihren Gesprächspartner konzentrieren können. Ob dabei simple mundgerechte Kleinigkeiten oder ausgefallene Miniatur-Kunstwerke serviert werden, ist abhängig von den Vorlieben und nicht zuletzt von dem Budget der Veranstalter.

Was macht gutes Fingerfood Catering aus?

Zunächst einmal ist es wichtig, das passende Fingerfood zum Anlass auszuwählen. Dabei sollte man sich daran orientieren, welche Art Event bewirtet wird, wer eingeladen ist, und wie die Gäste das Essen zu sich nehmen werden (stehend / sitzend / flanierend). Mini-Burger sind hip, aber passen nicht unbedingt zu einer Hochglanz Produktpräsentation in Abendrobe. Gemüsesticks sind zwar gesund, werden jedoch einen hungrigen CEO bei einer langen Konferenz nicht unbedingt glücklich oder satt zurücklassen. Es ist also wichtig, sowohl den Rahmen für die Veranstaltung als auch die Tageszeit und das Setting an den Caterer zu kommunizieren, bevor dieser einen Menüvorschlag macht.

Top-Caterer achten auf Präsentation, Praktikabilität und Menge

Ein gutes Fingerfood lässt sich leicht erkennen. Zum einen sollte es appetitlich aussehen und den Gast zum Zugreifen einladen. Dafür spielt das Arrangement der Speisen, die Dekoration der Teller, der gesamten Tafel und die Platzierung im Raum die entscheidende Rolle. Außerdem sollte es keine Herausforderung sein, die Happen vom Teller oder der Servierplatte in den eigenen Mund zu manövrieren, ohne eine kulinarische Karambolage zu verursachen. Wenn nach Verzehr des Fingerfoods die Hand von Soße bedeckt ist, sollte von der Bezeichnung als Fingerfood abgesehen werden und ein sehr praktischer Löffel zur Speise gereicht werden.

Mehr Häppchen, mehr Vielfalt auf dem Teller

Erfahrene Catering-Experten für Fingerfood kalkulieren zudem großzügig bei den Mengen. Kleine Häppchen werden erfahrungsgemäß schnell und in größeren Mengen gegessen, da für den Speisenden schwerer abzuschätzen ist, was als begleitenden Gang ausmacht. Zusätzlich ist zu beachten, ob ausschließlich Fingerfood serviert wird, oder ob nur ein einzelner Gang in Fingerfood-Form dargereicht wird. Besteht zum Beispiel lediglich die Vorspeise aus Fingerfood, nicht jedoch der Hauptgang und das Dessert, reichen drei oder vier Stück pro Person. Natürlich ist es in jedem Fall wichtig, auf eine vielfältige Auswahl, ansprechende Farben, unterschiedliche Texturen und Geschmäcker der Häppchen zu achten, sowie diese an mögliche Unverträglichkeiten der Gäste und die Anzahl der Vegetarier oder Veganer anzupassen.

Variationen von Fingerfood

Fingerfood für Firmen

Im Business Catering Bereich muss Fingerfood besonderen Anforderungen nachkommen, einerseits um den Qualitätsansprüchen von Business-Kunden zu genügen, und andererseits um den Rahmen eines geschäftlichen Essens zu ergänzen und nicht zu stören. Besonders fettige, geruchsintensive, krümelige Speisen sollten daher von erfahrenen Business Caterern gar nicht erst vorgeschlagen werden.

Wer mit seiner Marke besonders auffallen will, kann heutzutage das gereichte Fingerfood mit dem eigenen Firmen-Logo versehen. Einige Business Caterer, wie z.B. der Dessert Caterer Ofenkatze bieten dazu spezielle Fingerfood-Varianten mit Logo-Aufdruck an. Das begeistert oft sowohl Mitarbeiter als auch Kunden und zeigt, dass das Unternehmen selbst kleinsten Details Aufmerksamkeit schenkt und Bedeutung beimisst.

Fingerfood International

Zu allen Zeiten und auf allen Kontinenten ist und bleibt das Essen mit den Händen weit verbreitet und beliebt. Manche behaupten “Mit den Händen schmeckt es einfach besser.” Es folgen ein paar Beispiele unterschiedlicher Fingerfood Favoriten aus der ganzen Welt.

Das Onigiri in Japan

Onigiris sind runde oder dreieckige, gefüllte Reisbälle, die oft als Zwischenmahlzeit in der Schule, in der Arbeit oder als Teil einer Japanischen Lunchbox (Bentobox) verzehrt werden. Der noch heiße Reis wird von Hand geformt und man sagt, dass man die Liebe dieser Handarbeit herausschmecken kann.

Onigiri mit Nori-Gesichtern

Das Injera in Äthiopien

Das Injera ist ein Fingerfood-Helfer. Injera bezeichnet gesäuertes, weiches Fladenbrot, das je nach Region aus verschiedenem Mehl hergestellt werden kann und somit durchaus auch in seinem Geschmack variiert. Fleisch- oder Gemüseeintöpfe werden auf einer großen Platte gereicht und mit Hilfe des Injera und den Fingern gegessen.

Injera als Beilage zu äthiopischen Spezialitäten

Das Cucumber Tea Sandwich in England

Weniger exotisch, doch sehr wohl als traditionelles Fingerfood kommt das britische Gurken-Sandwich daher. Es ist vom eleganten Afternoon Tea genauso wenig wegzudenken wie der Kopf der Queen von der britischen Pfund Münze. Das authentische Cucumber Tea Sandwich erkennt der Laie am weißen fluffigen Brot, der hauchdünnen Schicht Butter, den zarten Gurkenscheibchen und - last but not - least den fein-säuberlich abgeschnittenen Rändern.

Englisches Gurkensandwich

Die Empanadas in Süd- und Mittelamerika

Empanadas sind gebratene, frittierte oder im Lehmofen gebackene Teigtaschen, die entweder mit Fleisch oder mit Käse gefüllt sind. Je nach Region unterscheiden sie sich in Form und variieren in ihrem Schärfegrad. Empanadas sind ein weit verbreitetes und beliebtes Streetfood, das an kleinen Ständen frisch zubereitet, verkauft und direkt verspeist wird.

Empanadas – Typisches Streetfood in Lateinamerika

Das Wichtigste auf einen Blick

Art der Speisen

Burger /Mini-Buletten /Hotdogs /Spießchen /Frikadellen /Streetfood /Mini-Quiche /Sushi /Gemüse-Sticks /Hors­d'œu­v­re /süße und salzige Snacks /Cake-Pops /Petits Fours /Popsicles

Menge pro Person:

  • als Vorspeise und Snack etwa 4-6 Stück p.P
  • als sättigendere Variante etwa 8 bis 10 Stück p.P

Fingerfood sollte jedoch nie als Ersatz zu einem normalen Hauptgang geplant werden. Die wenigstens Caterer planen mehr als 8 Stück Fingerfood pro Gast ein.

Art der Veranstaltung:

Business-Lunch /Stehempfang /Party /Networking-Event /Firmen-Event /Empfang /Betriebsfeier /Betriebsfest /Meeting /Messe /Weihnachtsfeier /Sommerfest /Kundenpräsentation